Als ich ein Kind war, riefen wir immer dieses Sprüchlein: „Der April, April macht was er will.“
Heute erinnert mich der April und das Sprüchlein daran, dass nicht alles vorhersehbar ist und dass Veränderungen zum Leben gehören. Der April mit seinem unbeständigen Wetter ist ein Sinnbild dafür:
– Das nicht alles vorhersehbar ist.
– Dinge dürfen sich verändern – und manchmal müssen sie das sogar.
– Manchmal ist in einen Moment alles so – und im nächsten schon wieder anders.
Diese Unbeständigkeit, die wir im Aprilwetter erleben, spiegelt uns das Leben oft in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit. Der April lädt uns ein, sich gleichzeitig über Sonnenstrahlen zu freuen und den Regen zu akzeptieren.
Denn oft ist das Leben nicht nur hell oder dunkel, nicht nur leicht oder schwer, nicht nur lustig oder traurig – sondern oft beides zugleich. Zwischen Sonnenstrahlen und Regenschauern des Aprils entsteht ein Raum, in dem manchmal alles gleichzeitig stattfindet. Ein Raum, in dem Gegensätze nebeneinander stehen dürfen.
Dieser Monat erinnert uns daran, dass das Leben kein Entweder-oder ist, sondern ein sanftes Sowohl-als-auch. Vielleicht auch, dass in uns Widersprüchliches seinen Platz haben darf –
Freude und Leid,
Mut und Angst,
Klarheit und Zweifel,
Hoffnung und Unsicherheit,
Stärke und Verletzlichkeit.
Dieses Gedicht ist eine Einladung, diesem stetigen Wandel ein bisschen zu vertrauen –
leicht, offen… vielleicht sogar ein kleines bisschen wie ein Spiel.

Hab es gut, auf deiner Reise durch den April.
Sonja